XML. Eine Einführung  
 

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Die Ausgangslage
Die ganze IT-Branche redet plötzlich über XML. Kaum eine Produktbeschreibung die noch ohne die 3 Buchstaben auskommt. Immer mehr Programme können XML in der einen oder anderen Art verarbeiten oder nutzen. Diese kurze Einführung erläutert was ist XML und was es nicht ist. Doch betrachten wir zunächst einmal die Situation im Internet:
Das Internet heute:
Auf tausenden von Webserver liegen millionen von Webseiten. Es gibt eine unüberschaubare Flut von Informationen. Sie zu suchen is schwer, sie zu finden ist noch schwerer. Die Beschreibung der Webseiten erfolgt mit HTML, einer Sprache, die das Layout der Seiten beschreibt. Dummerweise sagt HTML nichts über den Inhalt der Seiten. Daher ist der gezielte Austausch von- und die Suche nach Informationen sehr mühsam. Die war einer der Gründe für die Entwicklung von XML.
Das Internet morgen:
Relevante Informationen werden in XML beschrieben. Waren und Dienstleistungen lassen sich genau spezifizieren. So lassen sich z.B. Großhandelspreise von Einzelhandelspreise differenzieren und Währungen und Steuern angegeben. Statt warlos zu suchen, führen intelligente Verzeichnisdienste zu den Informationen. Die Suche Produkten und Diensten kann über Branchenspezifische Beschreibungen gezielter erfolgen. Private Informationen können von geschäftlichen Vorgängen getrennt werden. Das Internet wird endlich zu dem Marktplatz der seit Jahren proklamiert wird.
Der Datenaustausch
Alle reden seit Jahren vom papierlosen Büro, doch kaum jemand hat es. Bestellungen werden immer noch gefaxt und abgetippt, Rechnungen werden immer noch gedruckt und von Hand kontrolliert und eingebucht. Wer einmal das amerikanische Zahlungwesen mit seiner Flut von Schecks gesehen hat, weiß das es noch viel zu tuen gibt, bis der Austausch von (geschäftlichen) Informationen ohne Medienbruch abläuft. Computer gibt es inzwischen genug, nur reden sie nicht miteinander. Es bedarf einer Sprache die einfach genug ist um auf alle Computersystem verwendet werden zu können, die so flexibel ist, das sie auf einzelne Situationen anzupassen ist, die möglichst lizenzfrei verwendet werden kann, die Standadisiert und dennoch erweiterbar ist. Unmöglich? Nein! XML hat das Zeug diese Kriterien zu erfüllen.

 

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1.Woher kommt XML?


 
Aus Amerika. Wie fast alles was mit Computern zu tuen hat. (möchte man meinen) XML wurde von dem gleichen Gremium entickelt, das auch schon HTML entworfen und weiterentwickelt hat. Dieses Gremium heißt „W3C“, das World-Wide-Web-Consortium. Es besteht aus Delegierten von Firmen der Computer, Software und Telekommunikationsbrache, aus Forschern, Wissenschaftlern und professionellen Anwendern. [www.w3c.org] Das W3C entwickelt zahlreiche Technologien, Spachen und Definitionen rund um das Internet. Dies geschieht in Form offener Diskussionen und in mehreren Stufen, deren letzte eine sogenannte „Recommendation“, also eine Empfehlung ist.


 

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2. Seit wann gibt es XML?


 
Das W3C (s.o) hat 1998 eine erste Empfehlung zu XML festgelegt. Darin wird festgelegt, wie die Elemente zu beschreiben und zu verarbeiten sind. Und da das Bessere der Feind des Guten ist, damit es uns nicht langweilig wird, ist inziwschen bereits eine neue Version der XML-Regeln in Arbeit. Inzwischen gibt es zudem zahlreiche Ergänzungen und Erweiterungen im XML Umfeld. Diese dienen u.a. der genaueren Beschreibung von Daten und deren Verarbeitung. (Siehe XML Familie)


 

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3. Was beschreibt XML?


 
Daten und deren Zusammenhänge! Nicht mehr und nicht weniger. Dabei können beliebige Informationen und Strukturen beschrieben werden. Dazu zählen: Briefe, Rechnungen, Adressen, Nachrichten, Börsenkurse, Kochrezepte oder ganze Datenbanken oder gar Vektor-Grafiken. Wesentlich ist dabei, das die Informationen in den meisten Fällen hierarchisch strukturiert sind. Typisch für XML Daten ist eine Baumstruktur die von der Wurzel über den Stamm und die Äste bis zu den Blättern geht. Eine Adressdatei enthält mehrere Adresssen, eine Adresse enthält Name, Straße usw. Aber auch komplexerer Strukturen, wie der Bau eines Bürogebäudes sind möglich. Hier enthält ein Bauprojekt vielleicht meherer Gebäude, jedes Gebäude mehrere Stockwerke, jedes Stockwerk mehrere Räume, jeder Raum ein oder meherer Fenster usw. Die Daten selber können aus Texten oder Zahlen bestehen. Diese sind immer in für Menschen lesbarer Form enthälten. Binäre Daten wie Bilder, Töne oder Videos werden extern eingebunden. Neben der Beschreibung einzelner Dateun und Dateien lassen sich auch übergreifenden Datensätze definieren, wie z.B. ein allgemeingültiger Datenaustausch von Immobiliendaten. (Siehe auch Punkt 7,8,9)


 

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4. Wie sieht das denn nun aus?


 
So: 50672 Die Datenelemente werden von dem Start- und Ende "Tag" eingeschlossen. Tags sind dabei die Begriffe die in eckige Klammern eingebunden sind. Wichtige Begriffe sind dabei die "Wohlgeformtheit" (Bitte nicht mit "Baywatch" verwechseln) und die "Gültigkeit". Die beschreiben welche Kriterien ein Dokument erfüllen muß, damit es Syntaktisch richtig ist, und korrekt verarbeitet werden kann. So muß z.B. das Starttag genauso heißen wie das Endetag. Hier ist sogar die Groß-Kleinschreibung wichtig.


 

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5. Hat XML viele Befehle?


 
Nein. Genaugenommen hat es fast gar keine Befehle, sondern stellt ein Sammlung von Regeln dar, mit denen man eigene "Befehle" erstellt. Und das ist gerade der Clou. XML ist die Grammatik, Sie machen damit eine Sprache.


 

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6. Ist XML der Nachfolger von HTML?


 
Nein. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten bei der Grammatik, wie z.B. die Start und Endetags, aber dann ist auch schon Schluß. HTML hat eine feste Zahl von Befehlen ( so ca. 60 in HTML 3.2) und weitere Parameter. XML hat nur einige wenige, die Hinweise zu Verarbeitung geben. In HTML haben die Befehle eine festdefinierte Funktion. So wird durch den Befehl und ein Textbereich - in diesem Fall das Wort "und" - als "Fett" markiert (B steht hier für das englische Wort "Bold") . Der Browser erkennt die Befehle und führt Sie aus. (Zumindest meistens, fragen Sie mal Webdesigner) In XML definiert jeder die für die Aufgabe nötigen Kennungen. Diese beschreiben dann Daten und nicht Befehle für den Browser. Die XML "Befehle" werden dann von Computerprogrammen gelesen, interpretiert und verarbeitet. Dem Programm muß dabei i.d.R. vorher beigebracht werden, was es z.B. mit 50672 machen soll. Man unterscheidet hier zwischen Menschen lesbar und maschinen lesbar und erkennbar. Akademisch nennt man das so: XML beschreibt die Daten logisch-semantisch und verschiedene Anwendungen können Sie je nach Kontext interpretieren und auswerten.


 

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7. Wo setzt man denn XML ein?


 
Überall. Beim Bau von Raumschiffen, beim Auslesen von Registrierkassen, beim Austausch von Finanzdaten, bei der Synchronisation von kleinen Taschencomputern mit dem PC, bei der Beschreibung von Wetterdaten usw. Unter der Adresse www.oasis-open.org unter dem Punkt "References" finden Sie eine Aufstellung von Anwendungen (in Englisch). Siehe auch unter 9) Im wesentlichen lassen sich 4 Anwendungsbereiche angeben:

- Content Management
Verwaltung und Austausch von Daten für Webseiten
- Datenaustausch
Austausch zwischen Computersystemen über das
Internet
- Datenbeschreibung
Programm und Datenbankunabhängige Beschreibung von Daten und Zusammenhängen - Integration
Datentransfer und Aufruf von Programmen zwischen unterschiedlichen Computerprogrammen, z.B. eines auf dem einem alten Hostrechner und einem auf einem PC im Netzwerk der Firma


 

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8. Was ist mit den andere X-Sprachen?


 
XML ist eigentlich das kleinste Glied in einer Kette von zahlreichen Sprachen. Diese werden verwendet um die eigenen Elemente zudefinieren, die Verarbeitung der Daten zu ermöglichen (DTD und Schema), die Daten zu formatieren (XSL, XPath und XSLT), sie zu vernetzten (XLINK, Xpointer) und vieles mehr. (Siehe Glossar für die ausführliche Beschreibung) Neben diesen Erweiterungen die sich direkt auf XML beziehen, gibt es auch noch zahlreiche eigene "Markup" Sprachen die auf XML beruhen. Dies ist zunächst verwirrend, kann aber ab folgenden Beispiel erläutert werden. Mit der "Programmiersprache" XSLT werden XML Daten gelesen und umgewandelt. Ziel einer solchen Umwandlung kann z.B. die Sprache WML (Wireless Markup Language) für die Übermittlung von Daten an WAP Handys sein. WML ist eine eigene Sammlung von Befehlen, die dann mit XML Daten kombiniert wird. (Siehe Beispiele)


 

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9. Was ist mit den eigenen Sprachen


 
Sie alle haben eines gemeinsam: Es haben sich jeweils Personen, Firmen und / oder Gremien zusammengefunden, die gemeinsame Daten verarbeiten wollen. Man formuliert dann sozusagen den kleinsten gemeinsamen Nenner der Daten und beschreibt diese und ihre Zusammenhänge in XML bzw. in einer zugeordneten Dokumentenbeschreibung, der DTD (Siehe XML Familie). Ein prominentes Beispiel ist BMEcat, die Datenaustauschsprache, die der Bundersverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zusammen mit seinen Mitgliedern und der Frauenhofer Gesellschaft formuliert hat. Zahlreiche Online Marktplätze nutzen diese bereits. (Siehe auch www.bme.org) Inzwischen gibt es über 150 mit stark wachsender Tendenz. Von A wie AICPA (American Institute of Certified Public Accountants) bis W wie WfMC (Workflow Management Coalition) (Siehe auch www.oasis-open.org)


 

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10. Läuft XML nur unter Windows


 
Nein, und das ist ja das beste daran. Auch der kleinste und einfachste Computer kann ein paar Dreiecke verarbeiten. Und damit die Sonderzeichen wie ä oder ê auch immer richtig verarbeitet werden, verwendert XML einen internationalen Zeichensatz der auf allen Computern und alles System richtig interpretiert werden kann. Wenn Sie also eine Adresse von einem befreundeten Apple-Macintosch Nutzer über den Umweg eines UNIX Servers auf Ihrem Palm-Pilot verwenden wollen, kein Problem. Die Daten die auf den WAP Handys dargestellt werden (falls es mal klappt) werden ebenfalls in XML formuliert, der WML.


 

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11. Kann man XML nur im Internet benutzen


 
Nein. Die einfachste Möglichkeit XML zu nutzen ist die Eingabe in eine einfachen Texteditor und das Speichern auf Diskette. XML ist nicht an ein Medium gebunden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber HTML, das im wesentlichen nur über das HTTP Protokoll übertragen werden kann. XML ist da viel felxibler. Man könnte es vielleicht sogar faxen und pe Schrifterkennung wieder umwandeln. Aber das würde natürlich nicht viel Sinn manchen.


 

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12. Wem gehört XML und was kostet es?


 
Nun, das Beste zum Schluss. XML gehört niemandem und die Benutzung kosten nichts. XML wird vom W3C (Siehe 1. und 2.) normiert und gepflegt, aber die Nutzung ist frei. Und gerade dieser Aspekt ist sicher einer der wichtigsten für den Erfolg von XML


 

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Was bringt die Zukunft


 
Da immer mehr Datenstrukturen auf Basis von XML beschrieben werden, können diese Daten in Zukunft besser gefunden und ausgetauscht werden. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf Begriffe wie UDDI, WSDL und SOAP. Die Techniken erkauben das gezielte Suchen nach Services, Produkten und Diensten im Internet. Anschließend können Daten nach klaren aber flexiblen Regeln ünertragen und genutzt werden. Die führt zu Definition von intelligenten Agenten im Netz, die z.B. für einen Anwender gezielt alle Flüge von Köln nach London suchen, die Dienstags morgens zwischen 8 und 10Uhr starten, und mit den Preisen der Anbieter zurückkommen, und wolmöglich gleich eine Reservierung machen. (Schöne neue Welt) Ein solches Konzept wurde bereits 1994 unter dem Namen "General Magic" vorgestellt. Damals jedoch auf Basis spezieller Netze. Vielleicht wird es nun auf Basis der weltweiten Internet Vernetzung doch noch Wirklichkeit.


 

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